2009
Jul 11

Seit seinem Amtsantritt hat der Kärntner Gerhard Dörfler (BZÖ) wiederholt bewiesen, dass er kein Landeshauptmann ist, der sich für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern einsetzt. Im Gegenteil: Wenn es nach ihm ginge, würden Frauen noch spät in der Nacht Brennesselsuppe kochen und nebenbei noch die Kinder hüten. Wie er das argumentiert? - Frauen wären zu sensibel für die Politik und unfähig in “Männerberufen” zu bestehen!

 

Den einstweiligen Höhepunkt (bzw. wohl eher TIEFSTpunkt) hat Dörflers Verhalten jedoch erreicht, als er gegenüber einem Journalisten feixend die Äußerung fallen ließ, die 20jährigen Jungpolitikerin Marie-Theres Grillitsch (SJG Kärnten, ihres Zeichens Kritikerin von Dörflers komplett überholten Macho-Vorstellungen) sei schlichtweg sexuell unbefriedigt.

Doch als gestandene junge Politikerin lässt sich Marie-Theres Grillitsch das Macho-Gerede und die persönlichen Beleidigungen des alten Mannes nicht so einfach gefallen. Sie stellt unter dem Titel “Brennesselsuppe” eine Petition online, die sich gegen LH Dörfler und seine absurden Ideen stellt. Gemeinsam mit mittlerweile über 1.200 MitstreiterInnen tritt sie für ein modernes zeitgemäßes Kärnten ein!

 

(c) Die Presse:  Gerhard Dörfler (Mitte), Landeshauptmann von Kärnten

 

Anders als LH Dörfler und das Kärntner BZÖ haltet Grillitsch nix von überholten Ansichten à la “Frauen hinter den Herd - Männer an die Macht”.

Gemeinsam mit ihren UnterstützerInnen fordert sie eine gleichberechtigte Zukunft für die Menschen in ihrem Land:

- Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
- Mehr Frauen in Führungspositionen!
- Flächendeckende Kinderbetreuung, die Familie UND Beruf zulässt.

Und, last but not least: dass ein frauenfeindlicher Landeshauptmann der Geschichte angehört.

 

Setze/n auch du/Sie daher mit deiner/Ihrer Online-Unterschrift ein Zeichen gegen diese Politik auf niederstem Niveau! Ganz einfach unterschreiben auf: www.brennessel.at

2009
Mai 16

In den nächsten Monaten stehen für Europa wichtige Weichenstellungen bevor.
Am 7. Juni wird das Europäische Parlament neu gewählt und anschließend die
künftige Kommission ernannt.

 

Das Europäische Parlament (EP) ist gemeinsam mit dem Rat Mitgesetzgeber bei ca. 75% der Rechtsakte in der Gemeinschaft, beschließt das EU-Budget und wählt die/den KommissionspräsidentIn und verfügt über Kontrollrechte gegenüber den Institutionen.

 

Die AK fordert die EU-ParlamentarierInnen auf, der Stärkung der sozialen Dimension
einen zentralen Stellenwert zu sichern. Darüber soll im Rahmen dieser Veranstaltung
diskutiert werden.
Die Forderungen der AK wurden den Kandidatinnen zum Europäischen Parlament
übermittelt. http://wien.arbeiterkammer.at/bilder/d97/AKForderungen.pdf

 

 

PROGRAMM

 

16.00 Uhr Eröffnung Herbert Tumpel, Präsident der AK Wien

Anschließend Podiumsdiskussion:
Evelyn Regner (SPÖ)
Theresa Philippi (ÖVP)
Ulrike Lunacek (Grüne)
Hans-Peter Martin (Liste HPM)
Moderation: Margaretha Kopeinig (Kurier)

Wo und wann?                                                                                                                     

Montag, 25. Mai 2009, 16.00 Uhr
AK Bildungszentrum
Großer Saal
Theresianumgasse 16-18
1040 Wien

ANMELDUNG
Um Anmeldung bis 20. Mai 2009 wird gebeten: per E-Mail: vera.ableidinger@akwien.at

2009
Mai 12

Mit der Aktion “Wähle dein Europa” will der ÖGB möglichst viele ÖsterreicherInnen motivieren, am 7. Juni ihre Stimme für ein soziales Europa abzugeben. Nur wenn sich viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an der Wahl beteiligen, können ihre Anliegen in den europäischen Institutionen vertreten werden.

Dein Europa braucht deine Stimme für einen Kurswechsel in der europäischen Wirtschaftspolitik - damit die Menschen und ihre Interessen wieder im Mittelpunkt stehen!

 

Der ÖGB setzt sich daher für Investitionen in sichere Arbeitsplätze, eine umfassende Grundversorgung, sowie für ein starkes europäisches Arbeitsrecht ein. Für den Finanzmarkt müssen strenge und lückenlose Regeln geschaffen werden, damit die Banken wieder der Wirtschaft dienen und nicht umgekehrt.

 

Europawahl am 7. Juni 2009: Deine Entscheidung für ein Europa, das die Wirtschaft in den Vordergrund stellt oder für dein Europa, das sozial und arbeitnehmerfreundlich handelt. Geh’ hin, denn dein Europa braucht deine Stimme! 

> Verschicke deinen persönlichen Wahl-Spot!

7. Girlsday im Burgenland

Verfasst von admin am 23. Apr. 2009
2009
Apr 23

Am 23. April findet – heuer zum 7. Mal im Burgenland – der Girls’ Day statt. 450 Mädchen lernen in ca. 130 Betrieben den Arbeitsalltag kennen. Der Girls’ Day bietet Mädchen im Alter von 13 bis 15 Jahren die Möglichkeit, Arbeitsfelder abseits der typischen Frauenberufe kennen zu lernen.

 

Fast 50 Prozent aller weiblichen Lehrlinge werden in nur 3 Lehrberufen ausgebildet: Einzelhandel, Friseurin und Bürokauffrau sind die Berufe, die die Mädchen wählen. Burschen hingegen ergreifen sehr viel mehr unterschiedliche Lehrberufe. Der Einzelhandel und der kosmetische Bereich sind wichtige Beschäftigungsgebiete für Mädchen. Doch nach wie vor liegt die Bezahlung bei solchen Berufen 30 bis 50 Prozent unter der der Bezahlung für Berufe in der metallverarbeitenden Industrie oder im Bauwesen. So verdient eine Friseurin im ersten Lehrjahr 306 Euro, eine Straßenerhaltungsfachfrau erhalte dagegen 639 Euro. Im vierten Lehrjahr ist der Unterschied vergleichsweise noch größer: 723,77 Euro im Vergleich zu 1628,9 Euro.

Im Burgenland gab es im März 2009 insgesamt 259 offene Lehrstellen. 83 (32 %) davon waren in Elektro- und Metallberufen, 69 (27%) in Handel und Verkehr. Im Vergleich dazu gab es 9 (3,5%) offene Lehrstellen bei Friseuren und 8 (3%) für Büroberufen. Auf die angebotenen Lehrstellen kamen im März 455 Mädchen und junge Frauen bis 24 Jahre und 865 Burschen bis 24 Jahre. „Die Chancen einen Ausbildungsplatz zu ergattern, sind ungleich höher, wenn die Mädchen sich für technische Berufe interessieren. Der Girls’ Day hilft Frauen und macht auf technische Berufe aufmerksam.“, erklärte beispielsweise Landesrätin Verena Dunst in einem Pressegespräch.

 

Der Girls’ Day ist aber nicht die einzige Initiative, um Mädchen den Weg ins Berufsleben zu erleichtern und ihnen atypische Berufe und somit bessere Verdienstmöglichkeiten zu erschließen. Neben dem Girls’ Day, der jährlich jeden vierten Donnerstag im April stattfindet, gibt es auch Berufsfindungswochenenden und Berufsinformationsmessen speziell für Mädchen. Diese Veranstaltungen sollen jungen Frauen ein weites Spektrum an beruflichen Möglichkeiten aufzeigen. Auch die Initiative Mädchen und Technik, kurz M.U.T., beschäftigt sich mit dieser Thematik.

 

Immer wieder tolle Tipps zu Berufsausbildung, Schule, Uni und Job gibt es übrigens auf der burgenländischen Mädchenplattform www.mona-net.at

Gleichberechtigung in Österreich: Rückschritte!

Verfasst von admin am 9. Dez. 2008
2008
Dez 9

Österreich hat sich in den letzten Jahren verschlechtert, was die Gleichstellung der Geschlechter anbelangt. Das zeigt der aktuelle Global Gender Gap Report des Weltwirtschaftsforums, der Österreich 2007 auf Rang 27 von 115 bewerteten Staaten weltweit reihte. 2008 liegt Österreich nur auf Platz 29.

 

http://www.grevesmuehlen.de/typo3temp/pics/851be0b5eb.jpg

 

Norwegen schneidet unter den 130 verglichenen Ländern dieses Jahr am besten ab und verdrängt Schweden von der Spitze, das hinter Finnland und vor Island auf Platz drei liegt. Deutschland (11), Großbritannien (13) und Spanien (17) sind zwar abgerutscht, konnten sich aber in den Top 20 halten. Die Niederlande konnten sich auf Platz 9, Lettland auf Platz 10, Sri Lanka auf Platz 12 und Frankreich auf Platz 15 verbessern.

 

Trinidad, Argentinien und Kuba schnitten bei den Lateinamerikanischen Staaten am besten - und besser als Österreich - ab, Lesotho ist der bestgereihte afrikanische Staat - dreizehn Plätze vor Österreich.

 

In Saudi-Arabien, Tschad und Jemen klafft die Geschlechterkluft am meisten.

Weiter »